FAQs - Häufig gestellte Fragen zu Brustimplantaten und die Operation  

Was ist Silikon?

In der Medizin wird Silikon in einer Vielzahl von Produkten verarbeitet, z. B. in Sonden, Kathetern, Beschichtungen von Punktionsnadeln und Herzschrittmachern, Handschuhen und Wundauflagen. In der Weichteilchirurgie werden Silikonimplantate zur Korrektur der Körperkontur verwendet. Das erste Verfahren zur Herstellung von Silikonpolymeren wurde 1958 patentiert. Silikon (oder, wie es der Chemiker nennt, Polydimethylsiloxan) wird als Silikonelastomer, Silikongel und Silikonöl hergestellt. In unserem Alltag begegnen wir Silikon in den vielfältigsten Formen: als schaumbindender Bestandteil in Lebensmitteln, als wasserabweisende Kleidungsbeschichtung, als Isoliermaterial bei Elektrogeräten, als Säurebinder in Magenmitteln, als Trägersubstanz in Deos usw. Silikon enthält keine weiteren Zusätze, insbesondere keine Weichmacher. Bei intensiven Untersuchungen wurden bisher keine allergischen Reaktionen auf Silikon nachgewiesen.

Gibt es verschiedene Arten von Implantaten?

Ja, es gibt eine Vielzahl verschiedener Implantate. Bei POLYTECH Health & Aesthetics wird der Hertseller der individuellen Erscheinung einer Frau gerecht und fertigt deshalb eine breite Palette von Silikonimplantaten. Diese bieten einen großen Gestaltungsspielraum. Es gibt vier verschiedene Grundformen:

  • Même® – ein Implantat mit runder Auflagefläche und zentraler Wölbung 
  • Replicon® – ein Implantat mit runder Auflagefläche und anatomischer Wölbung (höchster Punkt in der unteren Hälfte) 
  • Opticon® – ein Implantat mit quer ovaler Auflagefläche und anatomischer Wölbung 
  • Optimam® – ein lmplantat mit längs ovaler Auflagefläche und anatomischer Wölbung 

Die Wölbung (Fachbegriff: Profil) wiederum lässt sich in vier verschieden starken Ausprägungen gestalten: niedrig, moderat, hoch und extra hoch. Jede dieser Kombinationen aus Form der Auflagefläche und Profil ist in 18 verschiedenen Größen erhältlich. Die elastische und sehr widerstandsfähige Hülle unserer Implantate besteht aus mehreren Schichten Silikon. Zwischen diese ist eine Diffusionsbarriere eingearbeitet, die dafür sorgt, dass das Füllmaterial nicht austritt.

Welche Füllmaterialien stehen zur Verfügung?

Silikongel und Kochsalzlösung haben sich seit vielen Jahren als Füllmaterialien bewährt. Mit hoch vernetztem Silikongel befüllte Implantate entsprechen dem Stand der Technik und stellen derzeit den besten Weichteilersatz dar. Das POLYTECH Health & Aesthetics verwendete Silikongel ist formstabil und kehrt nach einer moderaten Verformung wieder in seine ursprüngliche Form zurück. Schneidet man eines dieser Implantate auf, zeigt das Gel seine natürlich weiche, jedoch schnittfeste Beschaffenheit. Das Tast- und Bewegungsverhalten entspricht der natürlichen Brust.

Warum gibt es verschiedene Oberflächen?

Durch eine natürliche Reaktion bildet der Organismus eine Kapsel um jeden in den Körper eingebrachten Fremdkörper, also auch um ein Implantat. Diese Kapsel kann sich eng an das Implantat anlegen und zusammenziehen. Durch dieses Zusammenziehen verändert sich die Form des Implantates und damit die Form der Brust. Die Kapsel kann sehr fest werden und Schmerzen verursachen. Diese Komplikation wird als Kapselkontraktur bezeichnet. Die Häufigkeit des Auftretens von Kapselkontrakturen ist abhängig von der Implantatoberfläche. Die ersten in den 1960er Jahren gefertigten Implantate verfügten über eine glatte Silikonoberfläche. Seit Mitte der 1970er Jahre werden Mikropolyurethanschaum- beschichtete Implantate eingesetzt. Texturierte Implantate wurden Ende der 1980er Jahre eingeführt. Somit stehen heute drei verschiedene Oberflächen zur Verfügung. Unabhängig von den mittlerweile besseren operativen Techniken der Implantation zeigt der Einsatz von Mikropolyurethanschaumbeschichteten Implantaten in großen Studien eine beeindruckend geringe Kapselkontrakturrate von 0–3 % verglichen mit 30 % bei glatten Implantaten. Bei texturierten Implantaten ergibt sich mit 15 % ebenfalls ein deutlich geringeres Risiko der Kapselkontraktur als bei glattwandigen Implantaten. Für POLYTECH Health & Aesthetics gute Gründe sich auf die Herstellung von Implantaten mit diesen Oberflächen zu spezialisieren.

Werden Tests zur Sicherheit der Implantate durchgeführt?

Ja, ständig. Europaweit sind zudem durch die Richtlinien für Medizinprodukte und weitere Normen klare Anforderungen an Brustimplantate festgelegt. Werkstoffe, Produktentwicklung, Herstellung, Qualitätskontrolle, Sterilisation und Verpackung unterliegen strikten Regelungen. Darüber hinaus werden seit mehr als 30 Jahren die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Implantate immer wieder durch Studien und Erfahrungen belegt.

Kann ein Implantat mein äußeres Erscheinungsbild verändern?

Ja, und zumeist ist auch genau das das Ziel eines plastischen Eingriffs. Durch Brustimplantate kann in der Rekonstruktion unter Berücksichtigung onkologischer Aspekte weitestgehend ein natürliches Aussehen, Bewegungs- und Tastverhalten der Brust erreicht werden. Durch eine Konturkorrektur und Brustvergrößerung lässt sich Ihre äußere Erscheinung entsprechend Ihren Wünschen verbessern.

Gibt es verschiedene Operationstechniken?

Ja, eine ganze Reihe. Befragen Sie bitte mich als Ihren behandelnden Arzt, wenn Sie Genaueres über die operativen Techniken der Brustrekonstruktion und –vergrößerung erfahren wollen. Als Fachmann mit viel Erfahrung erläutere ich Ihnen individuell die unterschiedlichen Methoden und möglichen Risiken der Operation.

Welche Zugangswege gibt es für eine Brustvergrößerung?

Der Zugangsweg, für den letztlich die Entscheidung fällt, hängt von den Ergebnissen Ihrer Voruntersuchung ab. Die Inzision (der Einschnitt) kann in der Achselhöhle (axillär) oder im Bereich der Brustwarze (transareolär, periareolär) platziert werden. Der am häufigsten gewählte Zugang ist die Brustumschlagsfalte/Unterbrustfalte (Inframammarfalte).

Wo wird das Implantat positioniert?

Bei der Brustvergrößerung kann das Implantat entweder direkt hinter der Brustdrüse (subglandulär) oder unter den Brustmuskel (subpektoral/submuskulär) positioniert werden. Bei der Rekonstruktion orientiert sich die Implantatposition vor allem an onkologischen Gesichtspunkten. Im Aufklärungsgespräch erläutere ich Ihnen, welche Positionierung für Sie am besten geeignet ist. Die Implantate von POLYTECH Health & Aesthetics mit ihrer Füllung aus natürlich weichem, hoch vernetztem Silikongel und ihrer konkaven Rückseite passen sich subglandulär bzw. submuskulär in natürlicher Weise der Körperkontur an.

Funktioniert die Krebsvorsorge nach der Implantation?

Die Mammographie ermöglicht das Auffinden von Tumoren. Mit einer speziellen Technik, der Eklund-Technik, ist Mammographie auch bei Brustimplantatträgerinnen möglich. Moderne bildgebende Verfahren – Sonographie, Kernspintomographie oder Computertomographie – unterstützen das rechtzeitige Auffinden einer Geschwulst.

Beeinflussen Brustimplantate die Brustkrebshäufigkeit?

In großen Studien wurde festgestellt, dass Implantatträgerinnen nicht häufiger an Brustkrebs erkranken als Frauen ohne Implantate. Ein Brustimplantat hat keinen Einfluss auf die Entstehung von Brustkrebs. Weder beim Menschen, noch im Tierversuch wurde aufgrund von glattwandigen, texturierten oder mit Mikropolyurethanschaum beschichteten Implantaten die Entstehung von Krebs beobachtet. Unabhängig davon wurden in der Wissenschaft theoretische Risiken diskutiert.

Besteht bei Implantaten mit Mikropolyurethanschaum-Beschichtung ein größeres Infektionsrisiko im Vergleich zu anderen Implantaten?

Nein, keineswegs. Wie die Ergebnisse mehrer Studien zeigen, treten bei Implantaten mit Mikropolyurethanschaum-Beschichtung Infektionen nicht häufiger auf als bei anderen Implantaten.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Implantaten und Autoimmunerkrankungen?

Nein. Bis heute ist kein Zusammenhang zwischen silikongelgefüllten Implantaten und Autoimmunerkrankungen nachgewiesen.

Kann Silikongel durch die Implantathülle gelangen?

Im Vergleich zu früheren Implantatgenerationen sind bei modernen Implantaten nur noch geringste Spuren von Silikongel innerhalb der Bindegewebskapsel um das Implantat auffindbar. Die mittlerweile bedeutend verbesserten Implantathüllen verfügen über eine Diffusionsbarriere, die die Gelmigration verhindert. Weiterhin tragen das hoch vernetzte Gel, mit dem die Implantate befüllt sind, und die drastische Verminderung dessen niedermolekularer Bestandteile zu der hohen Qualität von POLYTECH Health & Aesthetics Implantaten bei.

Wie lange hält ein Implantat?

Jeder Organismus reagiert individuell auf einen Fremdkörper. Aussagen bezüglich der Haltbarkeit von Brustimplantaten beziehen sich auf Ergebnisse von Studien an Implantaten, die in den 1980er Jahren hergestellt wurden. Die Studien belegen eine durchschnittliche Implantathaltbarkeit von 10 Jahren. Aufgrund der fortgeschrittenen technischen Entwicklungund der dadurch verbesserten Qualität ergibt sich heute eine deutliche, individualisierte Verlängerungdieses Zeitraums. Mit einem Implantat von POLYTECH Health & Aesthetics und dem Garantieprogramm Implants of Excellence entscheiden Sie sich für höchste Produktqualität verbunden mit größter persönlicher Sicherheit. Brustimplantate von POLYTECH Health & Aesthetics sind als Medizinprodukt CE-zertifiziert. Regelmäßig durchgeführte Tests zeigen, dass die Qualität der Implantate die Anforderungen der Normen stets erfüllt und in vielen Fällen deutlich übertrifft. Durch das Programm Implants of Excellence profitieren Sie von einer erweiterten Gewährleistung und gewinnen zusätzliche persönliche Sicherheit, ein Leben lang.

Wie oft soll nach der Operation eine ärztliche Kontrolle durchgeführt werden?

Halbjährlich bis jährlich sollte das Implantat von einemArzt kontrolliert werden. Besonders empfiehlt es sich die Kontrolle vom Operateur durchführen zu lassen. Bei speziellen Fragestellungen sollte an dieser Stelle ein Radiologe eingebunden werden. 

An was muss ich denken, wenn ich ein Implantat habe?

Nach Einlage der Implantate erhalten Sie von unserem Haus einen Implantatpass. Diesen sollten Sie stets bei sich führen, damit jederzeit Implantattyp und -größe feststellbar sind. Bitte weisen Sie Ihre behandelnden Ärzte und die Person, die bei Ihnen eine Mammographie durchführt, zu Ihrer eigenen Sicherheit auf Ihre Implantate hin.

Wie bereite ich mich auf das Beratungsgespräch mit dem Arzt vor?

Sowohl bei der Rekonstruktion als auch bei der Konturkorrektur/Augmentation der Brust handelt es sich um einen freiwilligen Eingriff, für den Sie sich ganz bewusst entscheiden. Deshalb ist es wichtig, sich vorab gründlich zu informieren. Am besten ist, Sie legen sich eine Liste mit Ihren Fragen zu dem Eingriff an, z. B.:

  • Welche Implantatform und -größe empfehlen Sie als mein Arzt? Warum? 
  • Welchen Zugangsweg wählen Sie? Für welche Implantatlage entscheiden Sie sich? Warum? 
  • Wie viele Tage sollte ich frei nehmen? Wann kann ich wieder arbeiten? 
  • Muss ich nach der Operation mit Einschränkungen rechnen (z. B. im Sport)? usw.  

Die FAQ wurden in Zusammenarbeit mit dem Hersteller POLYTECH Health & Aesthetics entwickelt.